Das Bundwerk hatte seine Blütezeit von 1830 bis 1860 in Bayern und Österreich.

Heutzutage wird ein richtiges Bundwerk nur noch selten gebaut. Es ist nach wie vor noch viel Handarbeit. Die Bänder beim Bundwerk dienen zur Austeifung und gehen meist weit über die statischen Anforderungen hinaus.

Die Ausführung des Bundwerks war von Region zu Region verschieden. Früher wurden die Balken eingenutet und die Bretter in die Nut eingeschoben.

Bundwerk und Fachwerk unterscheiden sich darin, dass das Fachwerk ausgemauert wurde, das Bundwerk wurde mit Brettern verschalt.

Bei den Einblattungen des Bundwerks sind der Zimmererkunst keine Grenzen gesetzt. Hier gibt es sehr viel verschiedene Formen.

Fischmuster Bundwerk

Weit verbreitet ist das Fischmuster bei den Bändern.

Das Bundwerk in Oberbayern

Bundwerk in Amerang

Bundwerk an einem Bauernhof in der Gemeinde Amerang

Das Vordach wurde verlängert und mit einem Bundwerk ergänzt.

Muster Bundwerk, Haus im Landkreis Rosenheim

Ein Bund­werk abbinden und aufstellen ist einer der Höhe­punkte des Zimmerers. Es ist die Schnitt­stelle einer alten Tradition mit der höchsten Zimmerer­kunst.

Im Zeitalter von Computer und High-tec-Maschinen, wird ein Bundwerk immer noch von Hand gefertigt.