Zellulosedämmung - die ökologische Einblasdämmung
Wirtschaftlich, preiswert und ökologisch sinnvoll
Warum dämmt nicht jeder mit Zellulose?
- Wenn jeder wüsste, wie gut die Zellulose dämmt, dann hätte sie jeder im Dach
- Die einen können es nicht, die anderen wissen es nicht.
- Manche meine Zellulose ist teuer.
- Man braucht Fachkräfte und eine Maschine zum einblasen sonst geht´s nicht.
Warum dämmen wir mit Zellulose?
- Zellulose ist Preiswert
- Man kann sie fast überall verwenden, Dach, Wand, Neubau, Altbau, Umbau.
- Sehr guter Schallschutz.
- Kein Verschnitt, dadurch niedrige Kosten.
- Schnelle Verarbeitung, ein Dach ist in ca. vier bis sieben Stunden gedämmt.
- Der Hohlraum wird lückenlos gefüllt, bei Altbauten kann man keinen Dämmstoff in der gleichen Zeit sauberer einbauen.
- Kein Kondensat in der Dämmung, wo andere Dämmstoffe zum schwitzen anfangen, dämmt Zellulose immer noch
- Einfache Lagerhaltung, ein Material für alle Stärken und Breiten
- Man kann nicht sagen, dass es bei Zellulose gar keine Mäuse gibt, doch es ist sehr selten. Andere Dämmstoffe sind ihnen wesentlich lieber. Sollte es dennoch zu einem Schaden kommen, dann kann man ihn meist einfach richten.
- Guter Brandschutz
- Ökologische Dämmstoffe zeichnen sich nicht dadurch aus, dass sie ökologisch sind, sondern sie sind Bauphysikalisch und für die Behaglichkeit einfach besser als Juckwolle und Erdölprodukte
Zellulosedämmung für den Neubau - Dachaufbau von oben nach unten:
- Dacheindeckung
- Dach-und Luftlatten
- Diffusionsoffene Dachbahn (Delta Foxx od. Stamisol od. andere Sd-Wert ca. 0,2 m)
- Rauschalung 18 - 24 mm
Statt Dachbahn und Rauschalung kann auch eine wasserundurlässige Holzweichfaserplatte verwendet werden. Diese sollte dann mindestens 35 mm stark sein.
- Sparren und Aufdoppler mit einer Gesamtstärke von 24 bis 28 cm
- Zellulosedämmung
- Dampfbremse, Sd-Wert ca. 2 - 4 m
- Lattung und Beplankung (Gips, Holzdecke oder Andere
Der Dachaufbau eine Sichtdachstuhl ist vom Prinzip gleich. Details sehen sie hier
Dämmung und Dachgeschoßausbau bei Altbauten

Altbauten sind vielfältig.
Wenn das Dach nicht verschalt ist oder als Unterdach nur eine Folie hat, dann muss man erstmal einen oberen Abschluss für die Dämmung schaffen.
Dazu verwendet man am besten diffusionsoffene und Wasserabweisende Weichfaserplatten. Die Hinterlüftungsebene bietet einen zusätzlichen Schutz vor Kondensataufall.
Auch bei knapper Raumhöhe sollte midestens 20 cm gedämmt werden.
Zellulose im Holzbau - Wandaufbau von Außen nach Innen:
- Holzschalung, Lattung
- Winddichtung (Delta Foxx oder Tyvek)
- Rauschalung 24 mm
- Holzständerwand mit 16 cm Zellulosedämmung
- Dampfbremse (Pro Clima oder Sisalex
- Installationsebene mit 6 - 8 cm Zellulosedämmung, , .
- 24 mm Rauschalung evtl. leicht gehobelt
- Innenbeplankung mit Lehmbauplatten, Gipsplatten oder verputzt
- Bei diesem mehrschichtigen Wandaufbau entstehen auch bei Schäden in der Dampfbremse, keine Feuchtigkeitsschäden in der Dämmung.
Das Thema Wärmedämmung bringt heiße Diskussionen mit sich.
Für jeden Bauherren stellt sich irgendwann die Frage, mit was gedämmt werden soll. Die am meisten verwendeten Dämmstoffe sind
Mineralwolle (Glaswolle und Steinwolle) und Schaumplatten (
Pu-Schaumplatten
und
Styropor (Polystyrol) ect.). Tatsache ist, dass es zu viele
Häuser gibt, die zu wenig gedämmt sind, und deshalb zu hohe Heizkosten verursachen.

Der
Preis für eine
Zellulosedämmung mit
ISOCELL bei einer Verdichtung von 55 - 60 kg/m³
liegt zwischen 65,00 - 80,00 €/m³ + MWST
oder 77,00 - 95,00 €/m³ inkl. MWST fertig eingeblasen.
Das entspricht bei einer
Dämmstärke von 10 cm 7,70 - 9,50 €/m² inkl. MWST.
Umgerechnet auf eine
Dämmung mit 20 cm ergibt sich
dann ein
Preis von 15,40 - 19,00 €/m² inkl. MWST.
Planung, Heizung, Wände, Dach, Solaranlage und Dämmstoff,
alles muss zusammenpassen.
Mit dem richtigen Konzept wird ein sparsames Haus sogar kostengünstig.
Es sind nicht alle Wärmedämmvorschriften sinnvoll. Der Feind jeder Dämmung ist die Feuchtigkeit (Schwitzwasser) von innen. Im Einfamilienhausbau gibt es selten Feuchtigkeitsschäden durch Regenwasser.
Bei einem homogenen Wand-und Dachaufbau, mit dem richtigen Dämmstoff, kommt es in der Regel zu keinem nennenswerten Tauwasserausfall. Da
Zellulose und
Holzfaser
dem Holz sehr ähnlich sind, können mit Zellulose und Holzfaser gedämmte Bauteile als annähernd homogenen bezeichnet werden. Es sollten keine
Dampfsperren oder
Folien verwendet werden. Auch die Verwendung von sogenannten intelligenten
Dampfbremsen ist fraglich.
Dampfbremsen aus Papier
(sd-Wert von 2 - 4 m) sind für ein gesundes Raumklima und für ökologische Dämmungen am besten geeignet (Pro Clima oder Sisalex). Um Bauschäden vorzubeugen,
sollte auf Löcher in der
Dampfbremse weitgehend verzichtet werden. Des weiteren ist ein Aufbau aus mehreren Schichten sinnvoll. Wandaufbau mit Dämmschicht und Installationsebene.
Einblasen der Zellulosedämmung
Die
Zellulose wird, in Säcken von 12,5 kg direkt vom Hersteller (
Isocell oder
Climacell) zu uns ins Lager geliefert. Pro Baustelle werden
ca. 1000 bis 2000 kg
Zellulosedämmung benötigt. Der Transport vom Lager zur Baustelle erfolgt mit einem Planenanhänger. Die Maschine hat einen
Kraftstromanschluss (16A C-Automat oder Schmelzsicherung). Falls kein Kraftstromanschluss vorhanden ist, bitte vom Elektrofachmann einen Stecker montieren lassen.
Der Abstand von der Maschine zur Baustelle sollte 20 - 30 m nicht überschreiten.
In der Maschine wird der
Faserdämmstoff aufgelockert und beim Einblasen mit 55 - 60 kg/m³ verdichtet. Dies garantiert eine absolute
Setzungssicherheit.
Beim Einblasen der
Wärmedämmung in die Außenwände drückt es die
Dampfbremse zwischen der Installationslattung leicht nach innen. Dies erhöht die
Setzungssicherheit zusätzlich.
Zellulose, die Wärmedämmung besonders für Altbauten geeignet
Systemzeichnung bei vielen Altbauten.
Die Dachschräge ist mit
Glaswolle schlecht gedämmt (gelb). Der Hohlraum über der
Mineralwolle
wird mit
Zellulose vollgeblasen (grau). Der waagrechte Bereich wird erhöht, und mit mindestens 20 cm
Zellulose gedämmt. Der Luftraum im Dachboden
muss von außen belüftet werden. Dachbodentreppen werden verschlossen und gedämmt. Im Bedarfsfall, kann man über ein Giebelfenster oder von außen
durch eine Öffnung im Dach, in den Dachboden gelangen. Der Aufwand kostet ca. 2.000 bis 5.000 € und spart eine Menge
Heizkosten. Bei
den meisten Häusern rechnet sich diese Sanierungsmaßnahme bereits nach 7 bis 10 Jahren.

Dämmarbeiten bildlich nachvollziehbar.
Schritt eins:
Offene Fragen klären. Muss der Dachboden noch genutzt werden? Reicht es, wenn man von Außen, durch eine Dachluke
in den Dachboden gelangt?

Wie stark soll gedämmt werden?
Die Erfahrung zeigt, dass auf Dachbodentreppen verzichtet werden sollte. Als Dämmstärke empfehle ich mindestens 20 cm, besser 24 cm.
Schritt zwei:
Vorbereitung der Gefache (Hohlräume) für die Zellulosedämmung.
Schritt drei:
Einblasen des Dämmstoffes. Wie man auf den Fotos sieht, wird die Zellulose mit einem Schlauch durch
die Löcher in den Brettern in die Gefache eingeblasen. Die reine Dämmarbeit für ein Einfamilienhaus beträgt
ca. vier bis acht Stunden.
Dämmung bei Altbauten mit Betondecke

Langfristig gesehen, ist es meistens besser, das Dach zu isolieren, als die oberste Geschoßdecke. Wird der Dachboden als Lagerraum genutzt, so ist das dämmen der Decke keine dauerhafte Lösung.
Da der Dachboden mit einer Luke oder Tür verbunden ist, kommt es zu Wärmeverlust, außerdem kann es auch Feuchtigkeitschäden geben.
Deshalb unbedingt das Dach dämmen und nicht die Betondecke.
Wenn das Dach verschalt ist, dann ist der Arbeitsablauf einfach (siehe weiter unten).
Ist das Dach nicht verschalt (man sieht von innen die Dachziegel), so empfiehlt es sich meistens, auch die Dachziegel zu erneuern.
Der Ablauf ist dann fogender:
- Aufdoppeln der Sparren um ca. 10 bis 16 cm.
- Entfernen der alten Dachziegel.
- Ambringen von OSB-Platten als innere Beplankung und zugleich als Dampfbremse.
- Abdichten der Wandanschlüsse.
- Dach einschalen und mit einer diffusionsoffenen Dachbahn belegen.
- Dämmung mit ca. 24 bis 28 cm Zellulose (min. 20 cm).
- Dachrinne, Dachdecken usw.
- Schwachstellen, wie Kältebrücken bei der Betondecke sollten auch gedämmt werden.
- Sicherheitshalber kann im Dachboden ein Heizkörper aufgestellt werden. Lieber 50 € mehr Heizkosten pro Jahr, als Schimmel im Haus.
Wenn Sie aus einem alten Haus ein neues machen wollen, dann ist es besser, Sie reißen das alte weg und bauen ein neues.
Wenn Sie Ihr altes Haus behalten wollen, so dämmen Sie das Haus nicht kaputt, sondern verwenden Sie den richtigen Dämmstoff und suchen Sie sich eine Firma, die den Dämmstoff auch verarbeiten kann.
Nur diffusionsoffene und hygroskopische Dämmstoffe bieten einen erhöhten Sicherheitsfaktor, der Baufehler kompensieren kann.
Dämmung eines ungenutzten Dachbodens mit Betondecke
Zellulosedämmung offen eingeblasen.
Dieses System wird vor allem bei größeren Bauten angewendet. Die
Zellulose wird ca. 30 bis 40 cm
stark in den Dachboden eingeblasen.
Preiswerter und
wirtschaftlicher kann man keine andere
Dämmung einbauen.
Bauschaden bei Dämmung mit Pu-Schaumplatten.
Bild links: Foto vom 05.03.2005
Wohnhaus Baujahr 1999,
Man sieht deutlich, wie im bewohnten Bereich der Schnee schmilzt (schlechte Wärmedämmung). 2005 wurden die Pu-Schaumplatten entfernt und das Dach mit Zellulose gedämmt.
Feuchtigkeitsschaden bei Mineralwolle.
Bild rechts:
Die Glaswolle kann die Feuchtigkeit, die als Kondenswasser in die Dämmung eindringt nicht aufnehmen und fängt zu schimmeln an.
Der Schaden war bereits so weit fortgeschritten, dass die Schalung, oberhalb der "Dämmung?" bereits verfault war.
Schadensbeseitigung:
Dach abdecken, entfernen der Lattung, Dachpappe, verfaulten Schalung und Glaswolle.
Anbringen einer neuen Dampfbremse Sisalex 303 (Bild rechts oben), aufdoppeln der Sparren um 8 cm, verlegen der neuen Rauschalung 24 mm,
diffusionsoffene Dachbahn Delta Foxx, Luft-und Dachlatten, Dach mit alten Dachplatten eindecken.
Ergebnis: Keine Feuchtigkeitsschäden mehr, im Sommer wesentlich kühler, im Winter deutlich weniger Heizkosten.
Dämmung eines nicht ausgebauten Dachbodens.
Baustellenverlauf: Aufdoppeln der vorhandenen Sparren 10/14 um 10 cm zum erreichen einer Dämmstärke 24 cm. Befestigung von OSB-Platten. Ausführung der Wärmedämmarbeiten.
U-Wert = 0,17 W/(m²*K)
Hier kann man mit wenig Kosten bereits ein sehr gutes Ergebnis erzielen.
Mit den meisten Dämmstoffen lassen sich heute die Anforderungen der Energieeinspar-Verordnung (EnEV) erfüllen.
Doch modernes Dämmen sollte mehr leisten. Spürbare Verbesserungen muss auch beim sommerlichen Hitzeschutz,
bei Lärm- und Brandschutz, der Bauökologie und der Verarbeitung erzielt werden. Insbesondere Dachgeschosse dürfen
sich im Sommer nicht unerträglich aufheizen. Hier zeigt sich was ein gutes
Dämmaterial leistet.
Empfehlenswert sind
Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen wie
Zellulose oder
Holzfaser, da diese Materialien exzellent die
Wärme speichern. Denn ihr Temperaturleitverhalten ist erheblich träger ist als das von
Mineralwolle. Der Grund hierfür
liegt in der hohen
spezifischen Wärmekapazität und der hohen Rohdichte. Ein Vergleich zwischen herkömmlicher
Steinwolle 200 mm stark und einer 200 mm dicken
Dämmschicht mit
Zellulose zeigt, dass Räume im Sommer bis zu
6 Grad kühler bleiben.