Diese Seite beruht auf Jahre langen Erfahrungen.

In Fachkreisen verstehen nur sehr wenige um was es wirklich geht.

Auch meine Erfahrung wächst mit jeder neuen Baustelle.

Wenn sie nicht alles auf Anhieb verstehen, oder vielleicht manches nie verstehen, dann denken sie bitte nicht, dass das auf dieser Seite Geschriebene nicht stimmt; denn dass es stimmt beweist der Alltag auf der Baustelle.

Ich bin nur wenigen begegnet, die die bauphysikalischen Zusammenhänge richtig deuten können.

Ob sie etwas verstehen oder nicht, hat nichts damit zu tun, ob es stimmt oder nicht!

Die Industrie versteht nur verkaufen.

Falsche Heizung und Dämmung kann krank machen

Schimmel Glaswolle

Bereits als Kind habe ich darüber nach­ge­dacht, warum man die Heiz­körper unter die Fenster in Nischen montiert. Die Heizkörpernischen wurden damals nicht gedämmt.
Vom Prinzip her war dieses System sogar richtig. Doch ein Radiator erzeugt warme Luft und kalte Wände, optimal für Schimmelbildung.

Man kann davon ausgehen, dass jedes fünfte Haus, mit Zentralheizung, neuen Fenstern und Mineralwolldämmung irgendwo Schimmel hat. Eine wesentliche Rolle für das Wohlbefinden eines Menschen spielt die Heizung.
Radiatoren (Heizkörper) erzeugen staubige und trockene Luft.

Taupunkttemperatur
in Abhängigkeit von
der Lufttemperatur °C
bei einer relativen
Luftfeuchte 55%
    Luft    Taupunkt
20 °C10,7 °C
25 °C15,3 °C

Räume, die aus­schließlich mit Heiz­körpern beheizt werden haben eine Luft­tem­peratur von ca 20 bis 24 °C. Die Außenwände haben dann im Winter auf der Innenseite eine Oberflächentemperatur von ca. 16 bis 19 °C. In Ecken und hinter Schränken kann die Temperatur auch unter 15 °C fallen.

Dies garantiert optimales Wachstum für Schimmel.

In den Ecken und hinter den Schränken herrscht eine relative Luftfeuchtigkeit von 70 bis 100%.

Früher waren die Fenster die schwächste Stelle. Dort ist dann im Winter das Kondenswasser runtergelaufen. Die undichten Fenster sorgten immer für Zirkulation.

Soll man einen Altbau isolieren oder nicht?

Wird ein altes Haus gedämmt, dann ist es danach meistens wärmer als davor. Das Ergebnis kann aber auch sehr ernüchternd sein. Langsam und unbemerkt fängt der Schimmel zum wachsen an.
Aber warum? Das würde ein Kind fragen, das Gesetz schreibt Schimmel in Häusern schon fast vor und die Industrie macht fleißig mit, man kann damit Geld verdienen.
Bei einschaligen Bauteilen (massive Ziegelwand) wächst der Schimmel normalerweise nur an der Oberfläche, bei mehrschaligen Bauteilen (Wand mit Dämmung) kann auch in dem Bauteil Schimmel entstehen (Bild oben).

Mineralwolle und Dämmungen aus Polystyrol und Polyurethan können nur ganz wenig Feuchtigkeit aufnehmen. Es entstehen immer mehrschalige Wandaufbauten, bei Baufehlern kann in dem Bauteil (Dach und Wand) unkontrolliert Schimmel entstehen.
Aber warum? Wir machen doch keine Fehler! Jeder der am Bau arbeitet, weiß, dass die Anleitungen aus den Lehrbüchern oft einfach nicht durchführbar sind.

Isolieren mit dem richtigen Dämmstoff

MaterialRoh­dichteGe­wichtFeuch­tigkeits
anstieg in %
Ergebnis
Holz­weich­faser140 kg/m³33,6 kg3,0 %sehr gut
Zellulose55 - 60 kg/m³13,8 kg7,2 %gut
Stein­wolleca. 30 - 35 kg/m³7,8 kg12,8 %schlecht
Glaswolle20 - 25 kg/m³5,4 kg18,5 %Schim­mel
Polys­tyrol EPS15 - 25 kg/m³4,8 kg20,8 %Schim­mel
Poly­urethan PIR25 - 30 kg/m³6,6 kg15,2 %Schim­mel

Ein guter Dämmstoff kann Baufehler weit­gehend kompen­sieren.
Rechenbeispiel:
Wir nehmen 1 m² Dämmstoff, 24 cm stark und reichern ihn mit einem Liter Wasser an.

Die Tabelle zeigt einen Extremfall, der aber jederzeit, unter ungünstigen Bedingungen eintreten kann.

Schimmel entsteht entweder an der Bauteiloberfläche oder bei mehrschaligen Dach-und Wandaufbauten.

Bei einer Dämmung aus Holzweichfaserplatten (140 - 160 kg/m³), 20 cm stark, wird niemals Schimmel entstehen. Die Weichfaserplatten bleiben auch ohne Dampfbremse trocken. Man hat immer ein angenehmes Raumklima. Im Winter warm und im Sommer kühl.
Der Nachteil an den Holzfaserplatten ist, dass sie teuer sind und sich schlecht schneiden lassen. Für Altbauten zwischen den Sparren ist das extrem teuer und aufwendig.

Zellulose die Dämmung für Alt-und Neubau

Dämmung

Holzweichfaserdämmung hat die besten bauphysikalischen Werte.
Warum wird dann nicht einfach alles mit Holzweichfaser gedämmt?

Es gibt leider immer noch viele Fachkräfte am Bau (besonders Trockenbauer), die meinen, dass nur die Wärmeleitfähigkeit eines Dämmstoffes für den Wärmedurchgang zuständig ist.

Unter Berücksichtigung aller Faktoren bleibt dann oft nur noch die Zellulose übrig.
Kann man eine Dämmung verwenden, bei der man Angst haben muss, dass man bei Baufehlern Schimmel in der Dämmung hat? Die Antwort ist ganz klar nein!
Kann man ein Material als Dämmstoff verwenden, das keinen Schall isoliert? Nein!
Ist es überhaupt zulässig ein Material als Dämmstoff zu verkaufen, das am Stoß bis zu 2 cm schwindet? Der Handel verkauft es fleißig.

Warum also Zellulose?

MaterialSchallFeuch­tigkeit  Verar­beitungPreis
Holz­weich­fasergutgutschlechtsehr teuer
Zellulosegutgutgutgünstig
Stei­nwollegutmittelmittelOk
Glas­wollegutschlechtwer`s mag?Ok
Poly­styrol EPSsehr schlechtschlechtmittelOk
Poly­urethan PIRsehr schlechtschlechtmittelteuer

Weil es die einzige gute Dämmung ist, die man preiswert und wirtschaftlich verarbeiten kann.

Weil es die einzige Dämmung ist, die bei Altbauten wirklich Sinn macht.

Weil Zellulose das Raumklima verbessert.

Weil die Kosten für die Dämmarbeiten sich bereits nach fünf bis zehn Jahren rechnen (je nach Aufwand kann es auch länger dauern).

Guter sommerlicher Wärmeschutz, gute Schalldämmung, Feuchtigkeitsregulierend........

Woher kommt das gesunde Raumklima?

Spezifische Wärmekapazität c in J/(kgK)
Mate­rialc Dichte 
kg/m³
c/m³WLGλ
W/(m*K)
J*K/
(W*m²)
Wasser4200100042000,629400
Holz210060012600,13020350
Holz­weich­faser21001402940,0407350
Ziegel λ 0,1010006506500,106500
Holz­wand20001252560,0505000
Zellu­lose190058950,0402755
Beton1000220022002,01100
Mineral­wolle100025250,040625
Stahl400780031206052
  • Die spezifische Wärmekapazität c in J/(kgK) hat nichts
    mit der Masse eines Stoffes zu tun; d. h. die Fähigkeit
    Wärme zu speichern hat nur bedingt etwas mit dessen
    Gewicht zu tun!
  • Die Wärmekapazität c/m³ gibt an, wie viel Wärmeenergie
    ein m³ der Baustoff speichern kann; 1 m³ Holz kann
    soviel Wärme speichern wie 50 m³ Mineralwolle
  • WLG ist die Wärmeleitzahl d. h. rechnerisch dämmt
    1 m Zellulose so gut wie 2,5 m Ziegelwand
  • Die rechte Spalte beschreibt einen Wert, der angibt, wie
    viel Energie man braucht, um die Wärme von einer Seite
    auf die andere zu bewegen

Die schönste und angenehmste Wärme ist die Strahlungswärme. Holz hat die besten bauphysikalischen Eigenschaften.
1 m³ Beton kann soviel Wärmeenergie speichern wie 1,7 m³ Holz obwohl Beton fast das vierfache Gewicht hat.

1 m³ Holz speichert soviel Wärmeenergie wie 2 m³ moderner Mauerziegel!

Holz macht mit Abstand das beste Raumklima. Das belegen sowohl Tabellen als auch Erfahrungen zufriedener Holzhausbesitzer.
Ziegelwände, Dämmungen aus Holz und Zellulose haben auch sehr gute bauphysikalische Eigenschaften.

Man benötigt die 32-fache Energie um die Wärme durch Holz hindurchzubekommen als bei Mineralwolle

Das ist, wie wenn ein 40 tonnen Lastwagen mit einem Kleinwagen zusammenstößt.

Holz kann ein vielfaches an Feuchtigkeit und Wärmeenergie speichern als Mineralwolle!

Holz ist ein Naturprodukt.
Um so ähnlicher ein Material dem Holz ist, desto besser ist die Auswirkung auf das Raumklima!

Holz Holz Holz - Auch noch heizen mit Holz

Holzofen

Bei einem gut gedämmten Holzhaus mit der richtigen Isolierung ist die Art der Heizung nicht so ausschlaggebend wie bei einem Altbau. Mindestens 50% der Heizleistung sollte mit Strahlungswärme übertragen werden; bei Altbauten am besten über 70%. Das erreicht man mit einem Holzofen, Wandheizung oder Sockelleistenheizung; eine Fußbodenheizung ist bedingt geeignet.

Bei einem Altbau muss nicht immer gleich das ganze Haus isoliert und die Fenster ausgetauscht werden. Man braucht auch keinen Kachelofen für 10.000 Euro.

Durch Änderung des Heizverhaltens, Optimierung des bestehenden Heizsystems und heizen mit einem Holzofen spart man ohne weiteres 50% der Heizkosten. Wenn sie dann auch noch das Dach isolieren haben sie normalerweise Heizkosten unter 1.000 Euro pro Jahr für ein Einfamilienhaus

Holz macht drei mal warm. Beim umschneiden, hacken und heizen. Es gibt Leute die sagen: „Ich bin kein Handwerker, arbeite im Büro und kann kein Brennholz machen.“ Gerade für solche Menschen ist Brennholz hacken und aufrichten die richtige Beschäftigung, es ist der optimale Ausgleich für eine Büroarbeit, sie sparen sich sogar das Geld für teure Freizeitbeschäftigungen.

Gesund und günstig renovieren

Altbausanierung

Dach isolieren, Holzofen einbauen oder aktivieren, Heizverhalten ändern und die Heizung umstellen kostet, je nach Aufwand ca. 5.000 bis 30.000 Euro.
Bei einem Einsatz von 5.000 bis 10.000 Euro erreicht man bereits jährliche Einsparungen von ca. 500 bis 1.000 Euro.

Betrachten sie ihr Haus als eine Einheit.
Bei vielen Renovierungen wird willkürlich gehandelt.

Der Kaminkehrer sagt, dass die Heizung schlecht ist, sie wird einfach ausgetauscht. Es entstehen Kosten von 3.000 bis 10.000 Euro; es erfolgt keine Verbesserung des Raumklimas, die neue Heizung bringt nur eine Einsparung von 50 bis 100 Euro pro Jahr, das dauert dann 100 Jahre bis sich diese Investition amortisiert.

Beispielobjekt: Ein Haus am Simssee

Dach am Simssee

Das Dach wurde mit Holzweichfaserplatten von Pavatex, 18 cm stark, isoliert (Aufdachdämmung), neue Dachziegel usw. Eine neue Heizung (Ölbrenner) wurde im Bad im Dachgeschoss montiert. Keine Wärmeverluste durch lange Leitungen und durch die Abwärme. Öltanks waren schon vorhanden. Des weiteren wurde auf dem Dach eine Solaranlage montiert.

Das Dachgeschoss heizt sich fast von selbst, Haus am Simssee die Küche wird mit einem Holzofen erwärmt, der Rest und die Grundwärme kommt von der Öl-Zentralheizung. Viel Stahlungswärme vom Holzofen, die Ölheizung macht nur eine Grundwärme. Minimierung der Wärmeverluste der Ölheizung.

Heizkosten pro Jahr ca. 500 Euro, Heizkostenersparnis ca. 1.000 Euro pro Jahr.

Vor dem Umbau war das Dachgeschoss eigentlich nicht bewohnbar, nun hat es die schönsten Zimmer mit dem besten Raumklima und Aussicht auf den Simssee und die Alpen.