Mineralwolle kann dünne Fasern abgeben. Diese Fasern können Krebs­erkrankungen hervor­rufen, wenn sie entsprechend lang und dünn sind und eine gewisse Beständig­keit im Körper besitzen. Bei Mineral­wolle-Dämm­stoffe die vor 1996 her­gestellt und eingebaut wurden muss von einem Krebs­verdacht ausgegangen werden („alte Mineralwolle“). Von 1996 bis 2000 wurde in Deutschland die Produktion sukzessive auf Produkte umgestellt die als unbedenklich gelten. Seit dem 01.06.2000 dürfen in Deutschland nur noch solche unbedenklichen Produkte verkauft werden, die frei vom Krebsverdacht sind („neue Mineralwolle“). Außerdem können durch die Fasern mechanische Reizungen der Haut, der Augen und der Atemwege auftreten.

Eine Wiederverwendung der Produkte ist verboten. Mineralfaserstoffe müssen nicht zwingend ersetzt/ausgebaut werden, jedoch dürfen bereits ausgebaute Produkte nicht veräußert oder wieder­verwendet werden. Sie sind in jedem Fall aus dem Verkehr zu ziehen. Bei größeren Arbeiten sind Fachfirmen mit dem Abbau und der Entsorgung zu beauftragen. Diese Firmen müssen die Vorgaben der Technischen Regeln für Gefahrstoffe (TRGS) 521 Faserstoffe beachten und die Arbeiten entsprechend ausführen. Für Privat­personen ist die Anwendung der Vorgaben dieser Vorschrift empfohlen. Abbruch-, Sanierungs- und Instandhaltungs­arbeiten können in geringem Umfang auch von Privat­personen durchgeführt werden. Dabei sollten, auch bei Arbeiten mit „neuen Mineral­fasern“ die nachfolgend aufgeführten Sicherheits­hinweise eingehalten werden.

Lernt man aus der Vergangenheit für die Zukunft???

Asbest-Prozess    SCHULDSPRUCH IN ITALIEN

Der bisher größte Eternit-Prozess endete Mitte Februar vor einem Turiner Gericht mit einem Schuldspruch. Die Richter verurteilten den ehemaligen Eigentümer der italienischen Eternitwerke, den Schweizer Stephan Schmidheiny, und seinen Ex-Manager Jean-Louis de Cartier de Marchienne zu je 16 Jahren Haft. Beide werden für den Tod von etwa 2.000 Menschen und die Erkrankung von Tausenden weiteren verantwortlich gemacht.
Eternit Die italienischen Eternit-Werke, die 1986 pleitegingen, hatten jahrzehntelang Asbest für die Herstellung ihres besonders haltbaren Faserzementes verwendet. Das Material wurde in Zehntausenden Gebäuden verbaut.
Weil vom Einatmen der Asbestfasern bis zum Ausbruch der typischen Krankheitsbilder wie Asbestose oder Lungenkrebs Jahrzehnte vergehen können, werden noch lange Zeit neue Asbestopfer erwartet. Das Turiner Gericht sprach jedem Opfer 30.000 Euro zu. Die Summe privater Entschädigungen dürfte sich insgesamt auf 120 Millionen Euro belaufen. Hinzu kommen Zahlungen an Gemeinden, Opfer- und Umweltgruppen. Schmidheiny stieg Ende der 80er Jahre aus dem Eternit-Geschäft aus und gilt heute als Vorreiter der Umstellung auf asbestfreie Baustoffe. Seine Anwälte wollen Berufung einlegen. DGUV

Quelle: BG Bau aktuell 2_2012

Denn mit sehenden Augen sehen sie nicht und mit hörenden Ohren hören sie nicht; und sie verstehen es nicht. Matth. 13,13

Man hat heute mehr Möglichkeiten denn je, sich zu informieren und dennoch verschließen wir uns vor der Realität.
Wenn man alle einsperren würde, die nutzlose Dinge verkaufen nur um ein Geschäft zu machen, dann würden komplette Geschäftszweige wegbrechen.
  • Warum werden Dämmstoffe verkauft, die keinen Nutzen haben?
  • Warum werden Häuser gebaut, die man in 20 Jahren sanieren muss?
  • Wie kann es sein, dass viele Bauingenieure von Bauphysik nur theoretisches Wissen haben?
Jeder, nein nur fast jeder, macht mit.
Auch im dritten Reich war es so. Jeder, nein nur fast jeder, hat mitgemacht.

Warum lernen wir nicht aus der Vergangenheit?


  • Der Kommunismus führt zum Stillstand.
  • Der Kapitalismus macht blind.

Du sprichst: Ich bin reich und habe genug und brauche nichts, und weißt nicht, dass du elend und jämmerlich bist, arm, blind und bloß.
Ich rate dir, dass du Gold von mir kaufst, das im Feuer geläutert ist, damit du reich werdest, und weiße Kleider, damit du sie anziehst und die Schande deiner Blöße nicht offenbar werde, und Augensalbe, deine Augen zu salben, damit du sehen mögest. Off. 3,17 - 18

Wenn man Handwerker fragt, warum sie minderwertige Produkte verbauen, dann heißt es:
„Sonst hätten wir den Auftrag nicht bekommen.”
Wenn man Hausbauer und Renovierer fragt, warum sie Mineralwolle und Pe-Folie verbauen, dann hört man:
„Das hat der Energieberater so ausgerechnet.”
Einer schiebt die Schuld auf den anderen, niemand übernimmt Verantwortung.
Wenn man bei der Behandlung einer Krankheit, deren Ursache nicht findet, dann wird die Behandlung zu keinem Erfolg führen.

Wo liegt die Ursache für sinnloses Bauen?

Wir haben Augen zum sehen und sehen nicht und Ohren zum hören und hören nicht.

Sie denken vielleicht, was soll dieses dumme Zeug. Doch es ist die Realität.
Als die Titanic auf den Eisberg zusteuerte wollte es niemand glauben, doch es war die Realität.
Das Schiff ging unter.

Als ich vor Jahren bei einem Bürgermeister der Nachbargemeinde vorsprach und ihm sagte dass das Bauvorhaben dauerhaft zu einem Bauschaden führt, war sein Kommentar:
„Gehen sie jetzt bitte und stehlen sie mir nicht meine Zeit.”
Es ist unglaublich, wie weit wir von der Realität entfernt sind und nicht merken, dass wir auf einen wirtschaftlichen Eisberg zusteuern.
Anstatt das Tempo zu verringern geben wir Vollgas.

Man sperrt die verantwortlichen von Eternit ein, doch die anderen Hersteller von Sondermüll und nutzloser Baustoffe machen munter weiter.
Wo ist der Aufschrei?!
Was macht man mit unserer Landwirtschaft?
Wo ist der Aufschrei?!
Wen stört´s?
  • Die Wirtschaftslobbyisten nicht!
  • Die, die „informiert” sind und drei Stunden am Tag Fernsehen auch nicht!

Doch wo sind die anderen???????????


In anderen Teilen der Welt wird Asbest weiterhin verwendent

Asbest Dacheindeckung

Werbetafel aus Afrika 2015.
Billige Asbestzementplatten (Asbestos) zum verkaufen.

In weiten teilen der Welt wird Asbest weiterhin verwendet. Asbest ist nicht Geschichte, wie man es in Deutschland vermutet. Weltweit ist sogar ein Anstieg des Asbest­konsums zu verzeichnen.

In den westlichen Industrie­staaten (mit Ausnahme von Kanada) und in Japan ist die Produktion und Verwen­dung von Asbest weit­gehend verboten. Die ursprüng­lich viel ver­sprechende Faser wurde zum Inbegriff einer Industrie­katastrophe. Mehr als 100’000 Arbeiter sterben jährlich weltweit an Asbest bedingten Krankheiten. Dennoch ist ein weltweites Verbot in weiter Ferne. Von den 193 Mitgliedstaaten der WHO haben sich nur 40 für ein Verbot ausgesprochen. In Russland und vielen asiatischen Staaten, vor allem auch in China, ist Asbest weiterhin im Vormarsch.

Auszug aus „soziale medizin“